Über einen Salary Cap in Europa

In den letzten Wochen kam immer wieder an diversen Orten die Idee auf, ob (und etwas seltener wie) man denn in europäischen Ligen - die Diskussionen, die ich wahrgenommen habe, behandelten natürlich hauptsächlich die NL und die DEL - einen Salary Cap einführen könnte.

Solche Diskussionen sind zwar verständlich, vor allem wenn man sich die Transfertrends anguckt. Ich habe aber dennoch einige Probleme mit diesen Vorschlägen, die ich im Folgenden in loser Form etwas genauer erklären möchte.

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Zone Exits, der SC Bern und Fehleinschätzungen

Zone Exits, der SC Bern und Fehleinschätzungen

Normalerweise kontrolliere ich nach jedem getrackten Spiel gleich die Resultate. "Ah, der war gut. ... OK, der hat im Spielaufbau ganz schön versagt." Einerseits ist das natürlich gut. Falsche Meinungen werden sofort korrigiert. Andererseits bauen sich so auch schnell Vorurteile auf. Wenn ich nach dem ersten SCB-Spiel sehe, dass Timo Helblings Stats besonders schlecht waren, beeinflusst das mein Denken in der Zukunft. Obwohl es sich bei dem Spiel vielleicht nur um eine Ausnahme gehalten hat. 
Mit diesen Gedanken im Hinterkopf habe ich in den letzten Wochen ein kleines Selbstexperiment gestartet. Ich habe einige Spiele der laufenden Saison vom SCB getrackt, ohne die Play-by-play-Logs auslesen zu lassen. Soll heissen: Ich habe nicht nachgeguckt, wie die wirklichen Statistiken der Spieler aussehen. Handschriftliche Notizen gemacht habe ich auch nicht. Alles an Meinung ist lediglich auf meinem Erinnerungsvermögen basiert.

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Scouts im Europäischen Eishockey

Scouts im Europäischen Eishockey

Durchforstet man die eliteprospects.com-Seiten europäischer Profi-Clubs (oder auch deren jeweilige Webpräsenz) fällt einem schnell auf wie wenig Leute im Hockey Operations-Bereich arbeiten, also wie viele Leute wirklich mit Eishockey beschäftigt sind, vor allem im Vergleich mit der NHL. Das ist natürlich zu erwarten. NHL-Clubs haben mit wesentlich grösseren Summen zu tun, von daher ist mehr Personal auch gerechtfertigt. Andererseits ist es doch ein wenig überraschend, dass Organisationen, deren Ausgaben für Spielerpersonal deutlich im Millionenbereich liegen ihre Aufgaben auf so wenige Schultern verteilen. Vor allem irritiert mich, wie wenige Clubs Scouts offiziell angestellt haben.

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Lose Gedanken: Überlegungen zur Kaderstruktur

Lose Gedanken: Überlegungen zur Kaderstruktur

Selbst wenn wir aktuell im Eishockey noch davon entfernt sind, eine Statistik zu bekommen, die ähnlich genau wie WAR im Baseball ist, sollten Manager meiner Meinung nach rein aus wirtschaftlicher Sicht in diese Richtung denken. Also bei der Verpflichtung eines Spielers sich die Frage stellen "Wie sehr profitiert mein Team davon, diesen Spieler zu haben, im Vergleich mit einem jederzeit günstig zur Verfügung stehenden Ersatz (im Normalfall ein DNL-Spieler)?" mit anderen Worten: Wenn ich den Spieler verpflichte, wie viel Punkte (oder Tore) erwarte ich mehr zu holen, als wenn ich ihn nicht verpflichte?

Das ist natürlich keineswegs eine triviale Frage, aber wenn es darum geht, die wirtschaftliche Vernunft hinter der Verpflichtung zu beurteilen, führt daran kein Weg vorbei. Denn nicht alle Punkte sind gleich viel Wert.

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Zielsetzungen

Zielsetzungen

Vor jeder Saison werden Ziele ausgegeben. Vom Management, den Trainern, den Spielern. Doch die Ziele, die gesetzt werden, haben meist einen meiner Meinung nach schwammigen Inhalt. "Wir wollen ganz vorne mitspielen.", "Wir wollen Heimrecht", "Wir wollen die direkte Qualifikation schaffen", "Wir wollen in die Playoffs und in den Playoffs ist alles möglich". Zugegeben, manche von denen sind konkreter als andere. Das hat natürlich seinen guten Grund. Die Herren sind schliesslich in einer Position, in der die Enttäuschung der Fans eine Gefahr für ihren Job darstellt. Doch was ist mit dem Rest. Den Fans, den "Experten" und den Experten? 
Die könnten ja durchaus etwas genauer sein, was ihre Vorhersagen oder Zielsetzungen angeht. Sind sie meistens auch. Da findet man getippte Endtabellen oder Zielausgaben von wegen man "müsse zumindest mal ins Halbfinale kommen". Was man hingegen so gut wie nie sieht, ist ein Angabe der Saisonziele in Punkten. Auch nicht von Leuten, die nichts dabei zu verlieren haben, solche Aussagen zu tätigen.

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Interview mit CSS-Scout Thomas Roost

Als aussenstehender Beobachter des Eishockeys ist es immer interessant Einblicke und Meinungen von Menschen aus dem Inneren des Profisports zu bekommen. Eine dieser Personen ist Thomas Roost, eurpäischer Scout für den Central Scouting Service der NHL (wer mal eine Liste mit Talenten für den kommenden Draft auf NHL.com gelesen hat, für diese Listen ist der CSS verantwortlich). Beim Lesen seines Blogs fiel mir auf, dass er neuerem Eishockeywissen nicht widerwillig gegenübersteht, sondern versucht, das mit seinen Beobachtungen zu verbinden.

Beim Lesen fielen mir dann natürlich sofort einige Fragen ein, die ich ihm gerne stellen würde, über Scouting im Allgemeinen, die Einbindung von Statistiken und die Lage in Europa und Deutschland. Und das Beste an der Geschichte? Er war sogar sofort dazu bereit, diese zu beantworten:

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Defensive Konsequenzen offensiver Entscheidungen

Defensive Konsequenzen offensiver Entscheidungen

Gestern ging es darum zu überprüfen, wie sich das Verlassen des eigenen Defensivdrittels auf den darauffolgenden Angriff auswirkt. Auf dieselbe Art und Weise möchte ich heute auf die unterschiedlichen Auswirkungen der Zone Entries eingehen. Zone Entries beschreiben, wie eine Mannschaft den Puck ins gegnerische Drittel befördert.

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