Trainerentlassungen

Trainerentlassungen

Wenn eine Mannschaft besonders schlecht oder deutlich unter ihren Möglichkeiten spielt, ist der Trainer meist der Erste, der seinen Job verliert. Ob der Trainer nun wirklich die Schuld am Misserfolg trägt, ist dann häufig zweitrangig. Von den Hauptkomponenten eines Sportclubs (Management, Trainerstab, Mannschaft) ist er am leichtesten auszutauschen. Man kann wohl auch davon ausgehen, dass einige Clubs sehr genau wissen, was sie an ihrem Trainer haben, ihn aber dennoch entlassen, um der wütenden Meute von Medien, Fans und Präsidium das Gefühl zu geben, dass hart daran gearbeitet wird, die Missstände auszumerzen. 

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"Gut in der eigenen Zone"

Wer diesen Artikel gelesen hat, weiss, wie wenig ich von "klassischen" Defensivverteidigern halte. Die Idee, dass gutes Stellungsspiel im Defensivdrittel oder Abräumerqualitäten vor dem eigenen Tor einen automatisch zu einem effektiven Spieler machen halte ich für schwachsinnig. Ich vergleiche das gerne mit dem Vernichten von Ungeziefer in der eigenen Küche. Wenn man in der Situation ist, ein unerwünschtes Tier in der Küche zu finden, ist es nur vernünftig dies zu entsorgen. Muss man dies aber andauernd tun, sollte man erkennen, dass das nicht das Problem ist. Ist ja super, wenn Doug Murray (Standardbeispiel) Schüsse blockt. Aber wenn er das dauernd machen muss und Erik Karlsson nicht, ist das dann nicht eher ein Anzeichen für einen negativen Einfluss als einen positiven? Ist es nicht effizienter, den Puck so wenig wie möglich im eigenen Drittel zu haben? Und grosse, unbewegliche Verteidiger, die mit dem Puck nicht viel anfangen können, helfen dabei sicherlich kaum.

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Was nach Bullys im Offensivdrittel passiert

Was nach Bullys im Offensivdrittel passiert

Einer der Haupteinwände, der häufig in Diskussionen über die Relevanz von Statistiken im Eishockey erhoben wird, ist, dass Eishockey ein Spiel mit sehr viel Spielfluss ist. Bei einer Unterteilung in diskrete Ereignisse geht immer etwas verloren, etc. Daher hatte ich ja hier und hier schon begonnen, zu erkunden, wie man Zone Exits und Entries nicht nur als unabhängige Ereignisse betrachten kann, sondern eben durch Einbeziehen der folgenden Ereignisse dem Ganzen den notwendigen Kontext verleihen kann.

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Matthias Plachta und Lange Verträge

Matthias Plachta und Lange Verträge

Wer diese Saison die Adler Mannheim etwas genauer verfolgt, hat sicherlich nicht nur bemerkt, dass diese an der Tabellenspitze stehen, sondern eventuell auch, dass Matthias Plachta in der nominell ersten Reihe spielt. Und das recht erfolgreich. Neben Jerome Flaake ist er der einzige Deutsche unter den Top 50 der Scorerliste. Matthias Plachtas Vertrag läuft zum Ende dieser Saison aus. Die Adler Mannheim sind zweifelsohne daran interessiert, ihn auch im nächsten Jahr noch im Mannheimer Trikot zu sehen. Hier kommt die Kehrseite der Medaille zum Vorschein. Einerseits ist es natürlich hervorragend für Mannheim, dass Matthias Plachta sich so positiv entwickelt. Andererseits ist ein Vertrag, den man einem Spieler gibt, direkt nachdem er "den nächsten Schritt" gemacht hat, kein optimales Investment.

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Adler Mannheim: Oktober und Dezember

Adler Mannheim: Oktober und Dezember

Da nun einige Monate vergangen sind und die Mannheimer Adler wieder einige Male auf laola1.tv und ServusTV zu sehen waren (Die Tatsache, dass da oben Oktober und Dezember steht, begründet sich dadurch, dass kein Spiel der Adler im November übertragen wurde), wird es langsam Zeit für eine aktualisierte Ausgabe dieses Artikels. Damals waren die Adler mit fünf Siegen und einer Niederlage in die DEL-Saison gestartet und machten einen sehr guten Eindruck. Das Verhältnis haben sie grösstenteils beibehalten. Aktuell haben sie rund 78% der möglichen Punkte geholt, was ihnen einen Abstand von 12 Zählern auf die verfolgenden Hamburg Freezers beschert. Aber da ich davon überzeugt bin, dass der Grossteil meiner Leser eh schon weiss, dass die Adler an der Tabellenspitze alleine auf weiter Flur stehen, komme ich lieber direkt zum Inhalt.

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Lose Gedanken: Überlegungen zur Kaderstruktur

Lose Gedanken: Überlegungen zur Kaderstruktur

Selbst wenn wir aktuell im Eishockey noch davon entfernt sind, eine Statistik zu bekommen, die ähnlich genau wie WAR im Baseball ist, sollten Manager meiner Meinung nach rein aus wirtschaftlicher Sicht in diese Richtung denken. Also bei der Verpflichtung eines Spielers sich die Frage stellen "Wie sehr profitiert mein Team davon, diesen Spieler zu haben, im Vergleich mit einem jederzeit günstig zur Verfügung stehenden Ersatz (im Normalfall ein DNL-Spieler)?" mit anderen Worten: Wenn ich den Spieler verpflichte, wie viel Punkte (oder Tore) erwarte ich mehr zu holen, als wenn ich ihn nicht verpflichte?

Das ist natürlich keineswegs eine triviale Frage, aber wenn es darum geht, die wirtschaftliche Vernunft hinter der Verpflichtung zu beurteilen, führt daran kein Weg vorbei. Denn nicht alle Punkte sind gleich viel Wert.

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Zielsetzungen

Zielsetzungen

Vor jeder Saison werden Ziele ausgegeben. Vom Management, den Trainern, den Spielern. Doch die Ziele, die gesetzt werden, haben meist einen meiner Meinung nach schwammigen Inhalt. "Wir wollen ganz vorne mitspielen.", "Wir wollen Heimrecht", "Wir wollen die direkte Qualifikation schaffen", "Wir wollen in die Playoffs und in den Playoffs ist alles möglich". Zugegeben, manche von denen sind konkreter als andere. Das hat natürlich seinen guten Grund. Die Herren sind schliesslich in einer Position, in der die Enttäuschung der Fans eine Gefahr für ihren Job darstellt. Doch was ist mit dem Rest. Den Fans, den "Experten" und den Experten? 
Die könnten ja durchaus etwas genauer sein, was ihre Vorhersagen oder Zielsetzungen angeht. Sind sie meistens auch. Da findet man getippte Endtabellen oder Zielausgaben von wegen man "müsse zumindest mal ins Halbfinale kommen". Was man hingegen so gut wie nie sieht, ist ein Angabe der Saisonziele in Punkten. Auch nicht von Leuten, die nichts dabei zu verlieren haben, solche Aussagen zu tätigen.

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Trade Talk: Riefers für Uvira

Trade Talk: Riefers für Uvira

Letzten Mittwoch wurde bekannt, dass die Kölner Haie und die Augsburger Panther zwei Spieler getauscht hatten. Philip Riefers ist seit letzten Mittwoch ein Panther und Sebastian Uvira ein Hai. Da Tauschgeschäfte in der DEL nicht unbedingt zum Tagesgeschäft gehören und dieser Tausch durchaus interessant ist, möchte ich dem ganzen ein wenig digitale Tinte widmen.

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